Ein Kind um jeden Preis

Ich bin ja vor einiger Zeit unter die Blogger gegangen, was sehr schön ist, man liest sehr viel, man kann seine Gedanken aufschreiben, seine Gefühle weitergeben, Wissen und Erfahrungen teilen.

Doch bei meinen Recherchen zum Thema Wechseljahre oder unerfülltem Kinderwunsch stoße fast nie auf Wissenswertes zu diesen Themen.

Die Tabuisierung hat mich traurig gemacht.

Denn genau zum Zeitpunkt der Wechseljahre ist es unumstößlich, das man ein lebenslang kinderlos bleibt und damit muss man fertig werden, doch warum spricht niemand darüber?

Damit ist jetzt Schluss, denn ich habe mir dieses Thema auf die Fahne geschrieben.

Denn ich weiß wovon ich rede, vor langer Zeit habe mir alles ausgemalt, wie mein Kind  heißen soll, wie seine/ihre Zukunft aussehen könnte.

War ich zu diesem Zeitpunkt egoistisch oder bin ich es noch?

Wollte ich doch ein Kind um jeden Preis.

Immer diese nervige Fragen von Bekannten und Freunden, Familie und Nachbarn:  „Na wann ist es so weit?

Wie viel Kinder wollt ihr haben?

Niemand hat die Möglichkeit eingeschlossen, dass es uns vielleicht nicht vergönnt sein könnte.

Ach wie gerne hätte ich meinen Tagesablauf auf ein Kind ausgerichtet, wie gerne wäre ich in der Nacht  bei den ersten Zähnen wach geworden.

Oder beim ersten Sturz mit dem Roller, doch es sollte nicht sein.

Gerne hätte ich auf einige Freiheiten verzichtet und gelernt, was ein kleines Wesen für Bedürfnisse hat!

Ich hätte auch gerne meine Grenze ausgetestet.

Damals bin ich zu meiner Frauenärztin und habe mich untersuchen lassen, bis auf meine Schilddrüse die ja seit Geburt nicht funktioniert, war alles ok, doch genau die Schilddrüse benötigt man ja auch.

Mein Mann ließ sich auch untersuchen, doch da passten auch so manche Parameter nicht.

Was nun? So viele ungünstige Vorbedingungen.

Wie sollten wir damit umgehen?

Sollten wir uns gegenseitig die Schuld geben?

Nein, das hätte uns auch kein Kind gebracht!

Doch was sollten wir nun tun?

Wir hatten doch beide einen tiefen Wunsch und überlegten alle legitimen Methoden, waren bereit, alles in Kauf zu nehmen.

Was haben wir Gespräche geführt, was haben wir geweint!

Wir haben eine Arztpraxis nach der anderen besucht und uns informiert.

ICSI, IVF, Kyro lauter Fragezeichen?

Uns qualmte der Kopf bei den ganzen Informationen, doch was war richtig?

Dann dazu noch Anträge bei der Krankenkasse, dann musste man das Alter  auch noch beachten und und  und!

Die Entscheidung

Doch irgendwann muss man sich ja entscheiden wir wurden ja auch nicht jünger.

Wobei die Ärzte einem ja auch noch die Entscheidung ein wenig abgenommen haben.

Manche Nächte waren echt lang, wir grübelten nächtelang und wälzten uns schlaflos rum.

Ein Kind um jeden Preis, wirklich?

Wir hatten uns entschieden, erst einmal einen Versuch zu wagen, um mal zu schauen ob und wie uns die Behandlung bekommt.

In der Klinik ginge es zu wie auf dem Schlachthof, das war die reinste Geldmaschine.

Doch gab es eine andere Lösung?

Ok Pflegekind oder Adoption waren eine Option, doch ist es das Gleiche?

Wir wollten ein Kind und irgendwas mussten wir ja machen, also entschieden wir uns für eine andere Klinik.

Wir gingen nach unserem Gefühl!

Die ersten beiden ICIS haben wir gemacht, doch unser Wunschkind wollte einfach nicht kommen.

Es traf uns sehr und der Boden wurde aufgerissen, sollten wir weitermachen oder aufhören, sind wir egoistisch? Sollen wir in einen wohl höheren Plan eingreifen? Dürfen wir das? Steht uns das zu?

Unsere Meinung haben wir nicht geändert, wir wollten ein Kind, doch zu diesem Zeitpunkt nicht mehr um jeden Preis.

SCHOCK!

Die meisten Menschen reagierten auch etwas schockiert, wie man denn in einem Reagenzglas ein Kind machen konnte.

Und wie man ein Embryo einfrieren kann.

Wir hatten uns entschieden Eizellen einzufrieren, doch wir haben uns für eine Behandlung entschieden.

Keine Hormone mehr!

Hormone um jeden Preis nehmen, das wollte ich nicht mehr.

Wir entschieden uns, kein Kind um jeden Preis, so haben wir uns auch bei den alternativen Optionen wie Pflegekind und Auslandsadoptionen entschieden, für ein klares Nein.

Was ist dann passiert?

Heute bin ich in den Wechseljahren und blicke natürlich mit Wehmut zurück und ich weiß, ich werde, bis ich irgendwann einmal sterbe, kinderlos bleiben, doch ich bereue die Entscheidung nicht.

Auch kann und werde ich mir keine Vorwürfe machen, wir haben alles versucht und sind damit klargekommen. Wir sind heute trotzdem glücklich und immer noch zusammen.

Das Leben ging weiter und es ist gut so.

Willst Du wissen, wie auch Du damit fertig werden kannst?

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Mit herzlichen und verständnisvollen Grüßen

Deine Stefanie

P.S. Wechseljahre und Kinderlos ist ein Tabuthema und gerade deshalb freue ich mich auf deine Gedanken und auf einen Kommentar  von Dir, komm lass uns Schluss machen mit dem Schweigen.