Warum es okay ist, wenn man Kinder haben möchte

 

Seit einiger Zeit blogge ich und so bei den Recherchen zu meinen Thema Wechseljahre und unerfüllten Kinderwunsch, stoße ich immer wieder auf diverse  Blogs mit den Themen unerfüllter Kinderwunsch oder nur Wechseljahre aber nicht auf das Thema Wechseljahre und unerfüllter Kinderwunsch wie gehe ich damit um!

Und ich muss sagen, ich bin traurig darüber das dieses Thema so tabuisiert wird, man bleibt doch ein Lebenlang Kinderlos und muss damit fertig werden doch warum wird das nicht thematisiert.

Gleichzeitig packt mich dann aber immer auch ein wenig das schlechte Gewissen. Denn ich selbst habe diese Gefühl der Kinderlosigkeit ja auch, nur ich Rede ja auch nicht öffentlich darüber und gehe auch nicht raus damit.

Es ist mir schlichtweg  ein Bedürfnis, mein eigenen Nachwuchs in die Welt zu setzten und  schon alleine der Gedanke an eine eigene Familie zu gründen lässt mein Herz springen.

Wie gerne würde ich meinen gesamten Alltag auf  ein kleines Wesen ausrichten. Wie gerne würde ich auf ein selbst bestimmtes Leben verzichten, mein Schlaf minimieren weil ich nachts raus muss,  mich nach dem Kind richten wann ich raus gehe und überhaupt Rücksicht nehmen auf so ein kleines Wesen, auf all die Freiheiten verzichten die ich jetzt habe, weil ich ein Kind habe…

 Bin ich zu egoistisch weil ich um jeden Preis ein Kind haben möchte? Wahrscheinlich. Aber vielleicht liegt es auch an alten Glaubensätzen das man ein Kinde bekommen muss um seine Gene weiter zu verbreiten.

Ich arbeite als Coach und Entspannungspädagogin und als Kundenberaterin,  ich habe  tagtäglich mit Menschen zu tun und höre viele die über ihre Kinder schimpfen oder über Mütter sind, versteht mich nicht falsch, ich liebe meinen Job. Aber wenn ich nach der Arbeit in meine Wohnung  komme, genieße ich zwar meine RUHE doch mir fehlt was. Ich lege gerne meine Füsse hoch oder unternehme auch gerne was mit einem  guten Gewissens  ohne dass ein Anderer darunter leiden muss, doch es fehlt mir was.

Durch meinen Job habe ich auch sehr unregelmäßige Arbeitszeiten aber ich kann meine Zeiten einteilen und deshalb habe ich mir die Entscheidung einfach gemacht und mir einen Hund angeschafft, da kam natürlich die Kommentare ein Kind Ersatz, doch ist es so?

Man braucht Geduld

Ich weiß für ein Kind braucht man einiges an Geduld, doch für ein Tier braucht man es auch und es ist mir auch egal, auch das kann man erlernen.

Ich muss  endlos viel  Geduld in meiner Arbeit haben, gerade als Kundenberater bei einer Störungsstelle eines Telekommuniktationsunternehmen brauchst Du Geduld, oder auch beim Coaching und als Entspannungspädagogin muss man Geduld haben. Doch wenn ich unterwegs bin im Supermarkt, im Schwimmbad oder auch im Tierpark und die Kinder dort schreien oder brüllen, geht mir das Herz auf und ich würde am liebsten einspringen und den Kindern helfen.

Woran das liegt? Keine Ahnung. Vielleicht weil ich Kinder so liebe!

Ich mag Kinder sehr gerne das hat schon begonnen als ich eine jugendliche war. Klar, es gibt Ausnahmen, doch wo gibt es das nicht. Einige Kinder sind ja durchaus auch anstrengend  aber meine Nichten und Neffen und Paten als sie Winzling waren, habe ich erstmals so viel tiefe Zuneigung (ich nenne es  jetzt einfach mal Liebe)  empfunden , als ich sie zum ersten Mal gesehen habe.

Ich habe sie gerne um mich, und war immer traurig  wenn ich sie wieder an die Eltern zurück geben musste. Zeitlich begrenzt, fand ich doof, weil ich nie in den Genuss kam oder sie immer um mich rum zu haben wollte.

 

Wie geht die Partnerschaft damit um keine eigene Kinder zu haben oder zu bekommen?

Mein Mann und ich wollten immer zwei Kinder haben. Wir hatten uns alles genau vorgestellt und dann!

Wir haben uns dann einen Hund angeschafft, doch ein Ersatz ist es nicht!

Wir hatten beide einen tiefen Wunsch und alles in Kauf genommen um ein eigenes Kind zu bekommen, was haben wir Gespräche geführt und zusammen getrauert.

Wir konnten bei all den Gesprächen uns aber auch einigen das wir kein Kind um jeden Preis bekommen werden, sondern nur zu einem gewissen Punkt gehen, auch wenn wir einen großen Kinderwunsch haben.

Wir konnten nur schauen was die Medizin uns zur Verfügung stellt, doch illegales oder ins Ausland wollten wir nicht gehen und konnten so nur  abwarten, wie sich das Ganze entwickelt.

Wir haben unsere Meinung nie geändert, auch als wir noch einige Versuche zu Verfügung hatten, wir haben auch an eine Adoption oder einem Pflegekind nachgedacht.

Meine Eltern konnten damals mit dem Thema nicht so gut umgehen, es musste doch auch klappen ohne Medizinische Hilfe als wir davon erzählt haben.

Sie meinten damals wenn es nicht klappt dann soll es so sein und dann hat es einen Sinn. Dann adoptiert lieber ein Kind als das viele Geld für Dinge auszugeben, wo man nicht weiß ob es klappt.

Überhaupt reagieren die Menschen immer besonders schockiert, wenn sie von meiner künstlichen Befruchtung hören und denken man wollte ein Kind klonen.

Wie eine Aussetzige wird man behandelt und beäugt und mit Argumenten überhäuft, die einen sofort umstimmen sollen.

“Fahrt doch mal in Urlaub“

Geh mal an den Bahnhof vielleicht findest Du jemanden der Dir hilft

Soll ich Dir mal die Taschenlampe halten, vielleicht klappt es dann

Ich finde solche Aussagen sowas von unter der Gürtelline und Respektlos, jeder sollte mal das Gefühl haben wie es ist wenn man so behandelt wird.

Gerne hätte ich das Gefühl, wie es ist der erste Schrei, das erste Mal Mama oder die ersten Schritte, was man denkt und fühlt dabei, doch das bleibt mir unerfüllt.

Ich hätte gerne mein Leben für jemanden anderen verändert und auch meine Werte gerne weitergegeben.

Ich weiß, dass ein Kind nicht alles ist, doch es gibt einem so viel.

Ich muss ja nicht mein ganzes Leben nach meinem Kind ausrichten.

Reisen, Weiterbildung oder sonstiges kann ich auch machen wenn ich ein Kind habe, auch mit Kind kann ich mich verwirklichen, wer sagt dass es nicht so ist!

 Ist es wirklich so „ Ist es ok ein Kind haben zu wollen? Oder ist es egoistisch?

Für mich ist es ok und als Egoist sehe ich mich nicht, ich möchte die Welt erhalten und ich möchte meine Werte, meine Gefühle und meine Liebe weitergeben.

Doch nun ist es zu spät, nun bin ich Kinderlos und werde es auch bleiben. Und am meisten schmerzt es mich, dass ich im Alter nicht zurückblicken kann auf eine schöne Zeit mit einem Kind.

Am meisten schmerzt es mich jetzt, weil ich in den Wechseljahren bin und weiß das es nun endgültig ist.

Doch ist es so? Ich kann ja meine Nichten, Neffen oder auch Patenkinder als „meine Kinder“ anzunehmen oder mich als Leihoma zu Verfügung zu stellen.

Wäre das eine Lösung?

Mit herzlichen Grüßen

Stefanie

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