Mein persönlicher Wunschzettel

Nun sind es noch  2 Tage bis Heiligabend.  Irgendwie ist die Zeit so schnell vergangen es kommt mir vor als wäre es gestern gewesen, dass wir Heiligabend hatten.

Irgendwie ist mir absolut überhaupt nicht nach Weihnachten,  ich habe jedes Jahr die gleichen Gefühle, auch wenn ich weiß, ich werde nie ein eigenes Kind mehr bekommen, tut es mir immer wieder aufs neue weh.

Seit ich weiß, dass ich in den Wechseljahren bin und es eh jetzt nicht mehr geht, ist der Schmerz größer,  er ist zwar nicht mehr so stark wie vor 15 Jahren, doch es tut noch weh.

Alle freuen sich, sie kaufen Geschenke für ihre Kinder oder sogar für die Enkelkinder, die ich nie bekommen werde.

Noch vor kurzem sagte mir eine Bekannte, dass sie Oma wird,  es war wie ein Stich ins Herz, da wurde mir wieder bewusst -ich werde niemals Oma werden -und ich werde nie ein Geschenk für mein Enkelkind für Weihnachten kaufen.

Den ersten Wunschzettel werde ich nie erleben, ob gemalt oder einfach nur Striche drauf.

Schon beim Schreiben dieses Blogs zieht sich mein Herz noch einmal zusammen und dann kommt wieder die Frage „ Warum ich“ ,warum muss ich das alles erleben, warum konnte es nicht klappen.

Das kann doch nicht wirklich der Sinn meines Lebens sein. Oder doch?

Also überlege ich, ob ich nicht mal meinen persönlichen Wunschzettel schreibe, es ist immerhin kurz vor Weihnachten und dann schreibt man sowas, oder nicht?

Mein persönlicher Wunschzettel soll nichts Materielles beinhalten, sondern Gedanken oder Impulse, doch an wen gebe ich meinen ganz persönlichen Wunschzettel?

Ich habe eine Idee, ich übergebe ihn in den Rauhnächten an das Universum.

Hier kurz eine kleine Erklärung was die Rauhnächte sind

Die Rauhnächte (auch Raunächte oder Rauchnächte), zwölf Nächte (auch Zwölfte), Glöckelnächte, Innernächte oder Unternächte, sind einige Nächte um den Jahreswechsel, denen im europäischen Brauchtum oft besondere Bedeutung zugemessen wird.

Meist handelt es sich um die zwölf Weihnachtstage vom Weihnachtstag (25. Dezember) bis zum Fest der Erscheinung des Herrn (6. Januar), aber auch andere Zeiträume, beispielsweise zwischen dem Thomastag und Neujahr, kommen in Frage.

Den zwölf Tagen oder Nächten wird im europäischen Brauchtum oft besondere Bedeutung zugemessen. Nach dem Volksglauben zogen sich die stürmischen Mächte der Mittwinterzeit in der Nacht auf den 6. Januar wieder zurück, „die Wilde Jagd“ begab sich am Ende der Rauhnächte zur Ruhe  Die zwölf Rauhnächte waren als Bauernregel gemäß der pauren practick bestimmend für das Wetter der zwölf Monate des neuen Jahres

(Quelle Wikipedia )

Denn dann werden die Wünsche übergeben und gehen in Erfüllung.

Mein Wunschzettel beinhaltet nicht so viele Punkte die wichtigsten allerdings

1.      Ich wünsche mir das Bekannte, Verwandte, Freunde oder auch Fremde nicht mehr sagen, es hat alles ein Sinn im Leben. Den niemand weiß was der Sinn des Lebens für jemanden ist.

 

2.      Ich wünsche mir, dass man akzeptiert , wenn man traurig ist und vielleicht auch mal weint keine dummen Kommentare kommen,  jeder geht mit Trauer anders um.

 

3.      Ich wünsche mir, dass mehr Menschen das Tabuthema „unerfüllter Kinderwunsch“  nicht mehr als solches sehen, sondern mit Betroffenen offen und ehrlich darüber sprechen.

 

4.      Ich wünsche mir, dass man in Gegenwart von „unerfüllten Kinderwunsch“ auch mal andere Themen bespricht als immer nur Kinder oder Enkelkinder, das man auch mal auf die Bedürfnisse von Kinderlosen eingeht.

 

5.      Ich wünsche mir, dass man nicht immer dumme Sprüche macht in Gegenwart von Kinderlosen

 

6.      Ich wünsche mir, dass gerade in der Osterzeit, Weihnachtszeit auch mal auf die Kinderlosen eingegangen wird,  gerade diese Zeit macht es einem mit unerfüllten Kinderwunsch nicht einfach und es schmerzt extrem.

 

So, das sind meine Wünsche auf meinem Wunschzettel,  es gibt natürlich noch viele Wünsche doch das würde zu weit gehen.

Gerade bei unerfülltem Kinderwunsch ist es schwer, sich hinein zu versetzten, da man ja als Frau so die Glaubenssätze Kinder bekommen kann.

Es ist immer schwer, egal wie alt man ist, die Trauer kein eigenes Kind zu haben bleibt,  doch man lernt mit der Zeit mit der Trauer umzugehen. 

Wie  ich das gelernt habe, erzähle ich Dir im nächsten Blog.

Nun wünsche ich Dir noch eine schöne Vorweihnachtszeit  und schöne Weihnachten. Nimm diese Zeit als Auszeit für Dich und Deinem Partner, genieß die Zweisamkeit und unternehmt was Schönes.

 Bis bald

Stefanie