Neuorientierung bedeutet auch Loslassen!

Was bedeutet eigentlich Loslassen?  Diese Frage habe ich mir immer gestellt, als ich damals im Coaching war,  ich kann doch keine Gedanken oder Gefühle loslassen, das ist doch kein Gegenstand.

Aber auch Gedanken und Gefühle kann man loslassen, ich wurde also eines besseren belehrt.

Doch was hat das mit Neuorientierung zutun?

Das möchte ich Dir kurz erzählen. Um mich auf was Neues konzentrieren zu können, muss ich erst einmal alte Dinge loslassen, die mich an was Neues hintern würden, dazu habe ich hier ein paar kleine Beispiele:

Angst ist auch ein Begleiter, um Dinge nicht loszulassen.

  • Angst vor falschen Entscheidungen „ Ist das jetzt richtig, dass ich was Neues beginne?
  • Angst zu versagen  „ Was denken die anderen, wenn ich das jetzt mache und es dann nicht klappt?“
  • Ein schlechtes Gewissen „ Ich beginne mit was Neuem, was passiert mit meinem Mann und die Kinder oder sonstige Personen, wenn ich weniger Zeit habe?

Es gibt noch einiges mehr als Beispiel,  doch das würde zu weit führen.

 

Frau in den Wechseljahren: Krise in der zweiten Lebenshälfte

Ich möchte auch kurz auf jedes einzelne Beispiel eingehen:

Als ich damals überlegte eine Ausbildung als Coach und Entspannungspädagogin zu machen, hatte ich Angst, ist es die richtige Entscheidung bin ich dafür überhaupt geeignet und ist der Beruf überhaupt gefragt.

Ich hatte Angst was Neues zu beginnen, ich war doch schon selbstständig, ich war in der Unternehmensberatung, hatte Aufträge und hatte kurz vorher noch ein kleines Lohnsteuerbüro ins Leben gerufen, warum sollte ich ausgerechnet jetzt was Neues beginnen, was ist, wenn das nicht klappt und ich meine Existenz dadurch aufgebe.

Es hatte mich sehr viele schlaflose Nächte gekostet, dazu kam dann noch die Angst, was sollen die anderen Denken wenn ich jetzt was Neues Beginne und wenn es dann nicht klappt. Viele hatten mir das mit der Unternehmensberatung und dem Lohnsteuerbüro schon nicht zugetraut und jetzt soll ich was machen, wo ich anderen helfe, ihren Weg zu finden. Was ist, wenn ich versage und es noch schlimmer wird.

Ich musste also anfangen von meinen Gedanken loszulassen, ich musste einige Übungen machen, um negative Gedanken zu verdrängen und sie loszulassen.

Ich musste aktiv werden, um dies alles loszulassen. Ich habe natürlich selbst entschieden, an was ich festhalte und was ich nicht mehr wollte.

Es war kein einfacher Weg und er war auch sehr steinig.

 

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Doch letztendlich hab ich mich drauf eingelassen, um auch was Neues beginnen zu können, denn, wer loslässt, hat Kopf und Hände frei um den Weg zu gehen, den man beginnen möchte.

Aber was genau ist Loslassen?

Es hat was mit Leichtigkeit mit Lebendigkeit zutun,  es bringt mehr Lebensqualität und Freude.

Es legt ganz viele Chancen frei und kann in  den Entwicklungsprozess einwirken und befreiend sein.

Loslassen schafft Abstand und hat mit Aufbruch und Befreiung zu tun.

Best Ager (Gudrun Grasberger)

 

Die Prägung

Wir sind natürlich auch vom Elternhaus und von unserem Leben geprägt worden und haben natürlich auch Muster entwickelt, auch die heißt es loszulassen, um wieder Leichtigkeit und Lebendigkeit zu spüren und für die Neuorientierung frei zu sein.

Was meine ich mit Muster?

Wir haben ja bestimmt öfters gehört „Du muss Dich anstrengend damit, was aus Dir wird“

 oder Eigenlob stinkt und viele mehr.

Doch ist es so?  Ok, wir haben in uns eine Stimme, die das ja auch alles mitbekommen, seit wir denken können und uns die Muster geprägt haben. Diese Stimmen kommen hier und da zu Vorschein, man kann sie auch „Innere Antreiber“ nennen.

Die zu uns sagen „ Mensch stell Dich nicht so an“  oder  kannst Du Dich nicht mal zusammenreißen“  oder der beste Spruch „ Ich bin nicht gut genug“  gerade bei der Neuorientierung  kommt dieser Gedanke, wenn man was Neues beginnen möchte.

Bin ich überhaupt gut genug?  Kann ich das überhaupt? Ich habe doch vorher was ganz anderes gemacht und jetzt soll ich was Neues machen.

Ich nenne meinen „Antreiber“  Teufel, weil dieser immer irgendetwas zu sagen hat und mich in Zweifel bringt. Am Anfang meiner Selbstständigkeit als Coach und Entspannungspädagoge war der Teufel sehr häufig da und als ich meine Positionierung vor kurzen verändert habe, da kam er bald täglich und das mehrfach  und sagte immer einiges, was ich nicht hören wollte, doch ich wollte das ja machen, es war ja mein Wunsch.

Es war allerdings schrecklich als Engel und Teufel sich immer miteinander gestritten haben.

Ich hatte Angst, Angst vor dem, was die Leute wieder über mich dachten, ob es das richtige Thema ist und ob ich überhaupt die Richtige für das Thema bin.

Es war natürlich auch interessant, wie die Zwei sich miteinander unterhalten habe. Doch ich musste was tun ich musste lernen diese Gedanken loszulassen und mich darauf zu konzentrieren, dass ich einen neuen Weg gehen möchte.

Ich musste sehen, dass meine Sicherheitsgedanken die ich ja hatte,  weil vorher alles gut lief, loszulassen, auch wenn ich Angst davor hatte.

Ich machte also mehrere Übungen.

Heute bekommst Du schon einmal die erste Übung und in den nächsten Wochen wöchentlich die nächste.

Ich werde Dir nicht jeden Tag eine Übung senden, sondern nur einmal in der Woche und je nach Übung auch nur alle zwei Wochen.

 

Loslassen was Dich nicht glücklich macht

Als Erstes schaffe einen Rahmen und ziehe Bilanz

Werde Dir deiner Denk- und Handlungsmuster bewusster.

Schreibe mal auf, was Du über Dich denkst z.B.  ich bin nicht gut genug oder Geld stinkt usw.

Das sind alles Prägungen und die können von jetzt auf gleich auch nicht gelöst werden.

Nehme Dir ein schönes Buch was Dir gefällt, womit Du Dich wohlfühlst und schreibe alle Gedanken, Muster hinein auch das, was Du am liebsten loslassen möchtest.

Dann schaffe Dir einen inneren Rahmen, mache die Übung, wenn Du die nötige Ruhe hast, nicht zwischen zwei oder drei Terminen.

Vor allen setzte Dich nicht selber unter Druck, dass Du jetzt sofort beginnen musst, mache es, wenn Du bereit dazu bist.

Schreibe alles von der Leber weg, alles, was Dir gerade in den Kopf kommt.

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Wenn Du dann mit Deiner Liste so nenne, ich es jetzt mal fertig bist. Dann ziehe einen dicken roten Strich darunter.

Danach schreibst Du möglichst in großen Buchstaben alles Gute wie z.B. Ich bin gut genug, ich bin stark. Ich bin ich usw.

Lese Dir dann in den nächsten Tagen, Deine Sätze noch einmal durch.

Wenn Du dann die negativen Sätze aufgeschrieben und gelesen hast, dann kreuze Deine Arme auf Deine Knie also der linke Arm richtig rechtes Knie und der rechte Arm auf das linke Knie, dort legst Du Deine Hände ab und klopfst abwechselt mit den Händen, schnell auf die Knie bitte lass die Augen mit den Händen bewegen, sodass Deine Gehirnhälften die Linke und die Rechte angesteuert werden.

Danach nimmst Du die Liste mit den großen Buchstaben und machst das gleich noch einmal nur, dass Du es da mit langsamen Bewegungen machst.

Nun nimmst Du dabei noch eine Versöhnungsformel und sagst Dir, obwohl ich nicht gut genug bin,  liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin.

Spreche diese Formel laut aus, am besten noch vor einem Spiegel.

Nächste Woche geht es dann mit der nächsten Übung weiter.

Ich freue mich, wenn Du mir kurz erzählst, wie Dir die Übung gefallen hat, Du kannst mir gerne eine E-Mail senden, wenn Du es nicht öffentlich schreiben möchtest.

Ich freue mich auf Dich und wünsche Dir eine wunderschöne Woche.